Haredale Züchterin

Soweit ich mich zurück erinnern kann spielten Hunde immer eine Rolle in meinem Leben. Da war der weisse English Bullterrier, Winston, der in meiner frühesten Kindheit neben dem Kinderwagen herging; dann die unvergessliche Spielkameradin, Dwin, eine Kerry Blue Terrier Hündin einer Freundin und daneben die unzähligen halbverwilderten, ausgemergelten Strassenhunde Chittagongs (Bangla Desh), welche die Abfälle durchwühlten und mit grösster Dankbarkeit jedes dargereichte Häppchen Futter verschlangen.

Selbstverständlich gab es - wie könnte es in einer ehemaligen britischen Kolonie, in welcher ich meine Kindheitsjahre verlebte, anders sein - Labrador Retriever. Ich erinnere mich an Mr Cars, der von der Statur her sehr an Churchill gemahnte, mit seinen zwei nicht minder stattlichen, gelben Labradors. Daher war mir diese Rasse längst nicht unbekannt, als ich 1975 meinen ersten Labrador erhielt.

Zurück in der Schweiz waren es 1967 bis 1975 die verschiedensten Hunde von Nachbarn, die ich Spazieren führte und mit denen ich mich bereits im Hundesport versuchte: vom braunen Mittelpudel über den Pudel-Appenzeller zum Appenzeller-Berner Sennenhund und weiteren Mischlingen borgte ich mir alle verfügbaren Hunde, um mit ihnen stundenlang durch Wald und Feld zu streifen. Wenn andere Teenager in die Disco gingen, zog ich es vor, in der Natur allein zu sein.

Wohnanlage des Haredales
Wohnanlage des HaredalesHeute sind die täglichen Spaziergänge mit meinem Rudel ein willkommener Ausgleich zu meiner anspruchsvollen 100% Tätigkeit als Englischlehrerin am Gymnasium. Was gibt es Schöneres als durchtrainierte Labradors, die kraftvoll den Berg hinauf rennen, die im vollen Lauf durch frisch gefallenen Schnee sausen oder die auf weiten, offenen Flächen losrasen, einfach aus Freude an der Bewegung?

Meine Hunde sind nicht nur "Arbeitstiere" sondern sie sind meine Wander- und Skiwanderkameraden, leben mit mir im Haus und gehen überall hin mit. Es gibt Wochen, da arbeite ich nichts mit ihnen sondern gehe nur Spazieren, denn erstens brauchen auch sie mal Freizeit und zweitens ist Erfolg nicht nur der Quantität sondern vor allem auch der Qualität von Trainings zu zuschreiben.

Weil ich meine Hunde liebe, verkaufe keine Welpen in reine Zwingerhaltung; ich verkaufe keine Welpen als "Arbeitsmaschinen"; ich verkaufe nicht an Leute, die meinen, weil sie einen Ferrari gekauft hätten, seien sie Michael Schumacher!

Ich verkaufe meine Welpen an Menschen, die in erster Linie einen Kameraden suchen, mit dem sie zusammenarbeiten können; an Menschen, die bereit sind, sich in ihren leichtführigen, willigen, intelligenten Labrador einzufühlen; an Menschen, die bereit sind sich auf ihren Hund einzustellen, die nicht einfach "Schema-X-Ausbilder" sind!